Tierkrankenversicherungen sind nicht immer nützlich
Tierversicherungen werden immer intensiver beworben. Doch nicht jede Versicherung wird auch tatsächlich vom Tierhalter benötigt.
Das Geschäft mit den Haustieren boomt – und zwar längst nicht nur im Zoohandel, sondern auch in der Versicherungsbranche. Zunehmend mehr Versicherer entdecken diesen Markt und bieten daher gezielte Versicherungsprodukte für Tierhalter an. Besonders wenn es um Hunde geht, ist die Auswahl sehr groß. Hundehalter können mittlerweile aus einem stattlichen Versicherungsangebot wählen.
Es ist festzustellen, dass besonders Krankenversicherungen intensiver beworben werden. Die Grundidee einer solchen Versicherung ist simpel: Sollte das Tier beim Tierarzt behandelt werden müssen, werden die Kosten – oder zumindest ein Teil dieser Kosten – von der Versicherung getragen. Die Versicherer weisen gerne auf immens hohe Behandlungskosten, die beim Tierarzt anfallen können. Eine Hunde-OP kann schnell mehrere hundert Euro oder sogar noch deutlich mehr kosten.
Wo die Schwächen der Tierkrankenversicherung liegen
Allerdings sollten sich Hundebesitzer sowie auch andere Tierhalter genau überlegen, ob sie diesen Versicherungsschutz für ihre Lieblinge tatsächlich benötigen. Denn Fakt ist, dass die Kosten oftmals sehr hoch liegen. Zwar mögen die Ratenbeträge pro Monat gar nicht so hoch erscheinen, doch im Lauf der Jahre summieren sie sich dennoch. Mehrere Experten halten diesen Schutz jedoch für fragwürdig, da man theoretisch in derselben Zeit selbst einen Kapitalstock ansparen könnte. Schließlich ist nicht gewiss, ob hohe Behandlungskosten tatsächlich anfallen – und dann ist es oftmals so, dass ein stattlicher Teil der Kosten dennoch selbst getragen werden muss. Besser ist es daher, das Geld lieber selbst auf die Seite zu legen, weil man am Ende meist mehr davon hat.
Viel wichtiger ist eine Haftpflichtversicherung für Tierhalter. Wenn Hund oder Pferd ausbüchsen, kann es nämlich richtig teuer werden – man denke nur an Verkehrsunfälle. Die Schuld kann der Tierhalter dann nicht auf das Tier abwälzen. Er haftet für das Tier, weshalb die Tierhalterhaftpflichtversicherung einfach nicht fehlen darf.
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