Schweiz verliert an Attraktivität als Steuerschlupfloch
Die Schweiz ist ein bedeutender Bankenstandort. Aber die USA üben enormen Druck aus und könnten dazu führen, dass die Banken an Attraktivität verlieren.
Schon seit vielen Jahrzehnten genießen Schweizer Banken einen sehr guten Ruf. Vermögende aus aller Welt parken große Geldbeträge in der Schweiz, was nicht sehr verwunderlich ist. Schließlich galten Konten in der Schweiz bislang als äußerst attraktiv. Gleich mehrere Gründe zeigen sich hierfür verantwortlich. Man denke nur an die Sicherheit des Standorts: Bereits im zweiten Weltkrieg brachten Regierungen und Privatpersonen aller erdenklichen Länder ihre Ersparnisse in die Schweiz. Zudem genießt der Schweizer Frankren den Ruf einer stabilen Währung. Noch wichtiger ist jedoch das Bankengeheimnis: Aufgrund der Gesetzeslage müssen die Banken nichts über ihre Kunden verraten, weshalb sie auch für Steuersünder sehr attraktiv sind.
Genau diese Regelung ist den USA ein großer Dorn im Auge. Zahlreiche vermögende US-Bürger haben nämlich stattliche Teile ihrer Vermögen in der Schweiz geparkt. Hierbei soll es sich zu stattlichen Teilen um Schwarzgeld handeln. Mittlerweile üben die USA großen politischen Druck auf die Schweizer Banken aus – und das mit Erfolg.
Druck auf Schweizer Banken aus den USA
In den USA können die Banken nur schwer agieren, gleichzeitig wird verdächtigen Steuerflüchtigen enormer Druck gemacht. Diese Strategie zieht: Viele US-Kunden der Schweizer Geldinstitute ziehen ihre Mittel ab. Zumal die USA auch nicht vor Geschäftsverboten zurückschrecken. Wie das Handelsblatt schreibt, steht die Wegelin Privatbank kurz vor dem Ende. Die Bank wird derzeit aufgeteilt, um das Geschäft mit den US-Kunden ausgliedern zu können. Dieser Teil der Bank wird voraussichtlich als Bad Bank enden und somit rasch vom Markt verschwinden.
Für größere Banken wie auch für Steuerflüchtige soll dies ein Warnschuss sein. Wer die Schweiz als Steuerschlupfloch nutzt, könnte erwischt werden – und dann drohen sehr unangenehme Konsequenzen.
Schlagwörter: Geldanlage, SteuerDiese Beiträge könnten für Sie interessant sein:
